Montag, 30. Januar 2012

Pinke Pasta

Ihr braucht (für 2 Personen):
ca. 300g Pasta
2 kleine oder eine mittelgroße Knolle Rote Beete
Eine Zehe Knoblauch
2 EL Ricotta
1 EL Schmand
½ bis einen TL frisch gehackten Rosmarin
Etwas Parmesan

Ihr kocht die Rote Beete etwa 45 Minuten zusammen mit einem Schuss Essig. Dann schält ihr sie, lasst sie etwas abkühlen und schneidet sie klein. Nun könnt ihr schon mal das Pastawasser aufsetzen. Anschließend gebt ihr die Rote Beete, den grob kleingeschnitten Knoblauch und den gehackten Rosmarin (eventuell zusammen mit einem Schuss Olivenöl) in ein hohes Gefäß und holt den Pürierstab hervor. Nun alles gründlich durchpürieren und schließlich den Ricotta und Schmand in einer kleinen Schüssel gattrühren, bevor ihn ihn dazu gebt. Währenddessen nicht vergessen die Pasta ins kochende Salzwasser zu geben und sie ab und an mal umzurühren.

Die Soße gebt ihr nun in einen Topf, lasst sie heiß werden und schmeckt sie mit Salz und Pfeffer ab. Vor dem servieren schwenkt ihr die Pasta darin und reibt ein wenig Parmesan drüber.


HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors

Samstag, 28. Januar 2012

Im Nußbaum links vom Molkenmark

Auf der Berliner Fischerinsel war von 1507 bis 1945 die Gaststätte „Zum Nußbaum“. Zu seinem Namen kam der Gasthof durch seinen Nussbaums im Vorgarten und konnte sich über die Jahrhunderte mit durchaus cleveren Geschäftsideen halten. Die Besitzer versprachen einst z.B. jedem Kutscher, der seine Fahrgäste hier zum Einkehren ablieferte, Freibier.

Dass es in dem alteingesessenen Berliner Lokal eher rustikal zuging, lässt ein Lied von Claire Waldoff vermuten: „Im Nußbaum links vom Molkenmarkt da sind die Fenster dicht verzarrt, von wegen die Polente. Da tanzt die dicke Spreemarie mit ihrem Holzbein – juchaidi - wie eine lahme Ente. Im Nußbaum links vom Molkenmark da wird mit Zaster nicht gekarcht, da trinkt man keine Lorke [= Blümchenkaffee] ....." Neben der Sängerin waren u.a. Heinrich Zille, Otto Nagel und Max Liebermann gern gesehene Stammgäste.

Das Gebäude wurde während der Straßenkämpfe, in den letzten Kriegstagen, am 28. April 1945 zerstört. Nach dem Krieg wurde das Straßennetz im südlichen Teil der Fischerinsel neu konstruiert. Auch die Fischerstraße in der das Gasthaus „Zum Nußbaum“ lag, gibt es heute nicht mehr. Sie verlief in etwa als leicht östlich gelegene Verlängerung der heutigen Breiten Straße.

Seit 1987 steht übrigens eine Rekonstruktion des Gasthauses im nahegelegenen Nikolaiviertel - in der Probstraße 6/7.

Quellen:
Baufachinformationen.de: Geschichte der historischen Gaststätte "Zum Nußbaum" auf der (Ost-) Berliner Fischerinsel. http://www.baufachinformation.de/denkmalpflege.jsp?md=1988067180352 (abgerufen am 01. Juli 2011).
Galli, M.: Berlin, die Kunststadt. München: Bucher, 2009.



Und nun noch Werbung in eigener Sache: diesen Text und viele weitere Anekdoten, Märchen, Zitate und Kuriositäten könnt ihr auch in der iPhone App "Stadtgeflüster" lesen.

Donnerstag, 26. Januar 2012

Tomaten-Oliven-Ciabatta

Die Zorra und die Heike haben zu einem Blogevent aufgerufen und fragen in die Runde, was mit Vorliebe getunkt, gestippt oder getitscht wird. Meine Antwort darauf ist es, ein köstliches Tomaten-Oliven-Ciabatta in so richtig gutes Olivenöl zu dippen.

Ihr braucht (für zwei Brote):

Vorteig:
150g Weizenmehl (am besten Typ 550)
140 ml Wasser
1 ½ g Hefe

Teig:
350g Mehl (Typ 550)
150 ml Wasser
6 g Hefe
1 ½ gestrichene TL Salz
2-3 EL Olivenöl

Füllung:
5-7 getrocknete Tomaten (kleingeschnitten)
60g schwarze kernlose Oliven (in Ringe geschnitten)

Blog-Event LXXIV - Tunken (Einsendeschluss 15. Februar 2012)

Zunächst bereitet ihr den Vorteig zu und lasst ihn zugedeckt und bei Zimmertemperatur 12-16 Stunden ruhen.

Am nächsten Tag knetet ihr dann die übrigen Zutaten in den Teig hinein. Nun lasst ihr ihn für 45 Minuten abgedeckt stehen und faltet ihn danach mehrmals, so dass die Oberseite unten liegt. Dieses Verfahren wiederholt ihr 3x. Beim dritten Mal knetet ihr außerdem noch die Füllung in den Teig. Bitte beachtet, dass ihr die Oliven sehr gut abtropfen lasst, bevor ihr sie in Ringe schneidet. Und falls ihr getrocknete Tomaten nehmt, die in Öl eingelegt sind, tupft sie ggf. ein wenig mit Küchenpapier trocken.

Nach der letzten Ruhephase streut ihr etwas Mehl auf eure Arbeitsfläche und formt aus dem Teig zwei Brote. Dafür solltet ihr den Teig so wenig wie möglich kneten. Anschließend legt ihr beide Brote auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und deckt sie zu. Nun lasst ihr sie nochmals 1 ½ Stunden ruhen.

Zum Backen heizt ihr den Backofen auf 220°C vor und wenn ihr die Brote reinschiebt, stellt ihr auf den Ofenboden eine großflächige feuerfeste Form mit ein wenig Wasser. Nach ca. 7 Minuten stellt ihr den Ofen auf 200 °C runter und backt die Ciabatta-Brote weitere 20-30 Minuten.


Mittwoch, 25. Januar 2012

Blogroll Super-Gau

Ich hatte schon seit einigen Wochen Probleme mit meiner Blogliste: ich konnte zunächst nur manchmal und mit gutem Zureden Blogs darauf speichern oder löschen - dann ging schließlich aber gar nix mehr. Da ich jedoch auf einigen anderen Blogs von ähnlichen Problemen gelesen habe, dachte ich mir, dass ich das Problem einfach aussitze und warte bis Blogger eine Lösung gefunden hat. Derweil habe ich eine neue Blogliste begonnen und zum Teil darauf auch schon Blogs importiert, die auf meiner alten Liste nur noch arg zeitverzögert angezeigt wurden. 

So weit so gut.

Doch heute hat das Teil nun komplett den Geist aufgegeben. Die Anzeige war weder alphabetisch noch chronologisch, sondern einfach völlig durcheinander und die Links haben z.T. auch nicht mehr funktioniert. :(

Mir blieb leider nix anderes übrig, als meine alte Liste zu löschen und so viele Blogs wie möglich in meine neue zu retten. Leider sind da vermutlich so einige auf der Strecke geblieben..... Daher schreibt mir doch bitte einen Kommentar hier unter das Posting oder eine Mail an opernblog @ gmail.com, dann setz' ich euch wieder drauf. Es war wirklich keine böse Absicht! 

Gnocchi mit Ricotta-Dill-Soße

Ich hab‘ gestern im neuen Blog von Sybille Gnocchi in Dillsoße entdeckt und hatte sofort einen unbändigen Appetit darauf - so dass ich’s auf der Stelle nachmachen musste. Leider hatte ich aber nicht die Zeit ihre Ricotta-Gnocchi selbst zu machen. Also dachte ich mir – wandel‘ ich doch einfach das Soßen-Rezept ein bisserl um, und integriere den Ricotta auf diese Weise:

Ihr braucht (für 2 Personen):
400g Gnocchi
200ml Sahne
5 EL Ricotta
4 EL frisch gehackten Dill
Salz, Pfeffer

Zunächst setzt ihr einen Topf Wasser auf und salzt es. Dann rührt ihr in einer Schüssel den Ricotta glatt und mischt die Sahne und den Dill unter. Dann ab damit in einen Topf. Nun lasst ihr die Soße sanft aufkochen und sobald das Gnocchi-Wasser kocht, gebt ihr jene hinein. Noch kurz die Soße mit Salz und Pfeffer abschmecken. Und fertig! :)


Und Musik!

Montag, 23. Januar 2012

Matsch-Kartoffeln

©Sarah-Maria
Gestern Abend überkam mich ein durchaus ernstzunehmender Drang auf Fritten. Nicht auf Ofenkartoffeln oder dergleichen, sondern auf so richtig, schöne, krosse Pommes. Zuvor habe ich mich daran zwar noch nie selber versucht, da ich eigentlich eher selten – und wenn dann Samstagnacht in der Frittenbude - welche esse, aber ich dachte mir: so schwer kann das doch nicht sein. Also schnitt ich Kartoffeln in die richtige Form, ließ Öl in einem Topf heiß werden und kippte die Kartoffel-Stäbchen hinein. Doch das Ergebnis war weit entfernt von einem schlichten „enttäuschend“ – es war absolut ungenießbar!!! Die Teile waren total labbrig und sind zuhauf auseinandergebrochen.

Doch was lief falsch? Habt ihr schon mal Pommes selber gemacht? Und wenn ja, wie gelingen sie?

Samstag, 21. Januar 2012

Ingwertee am Abend

Im Hals kratzt es ein bisserl, die Nase schnieft vor sich hin und mein Kopf ist auch nicht mehr der, der er mal war. Kurzum ich fürchte ich stehe kurz vor einer dicken Erkältung. Daher schalte ich heute mal einen oder auch zwei Gänge runter und schlage mein Lager auf meinem Sofa, zusammen mit Decke und Erkältungs-Ingwer-Tee, auf. Den Tee mache ich immer so: ein etwa 3-4cm dickes Stück Ingwer schälen und in Scheiben schneiden. Den Ingwer in etwa einem Liter Wasser zum Kochen bringen und ca. 10-15 Minuten auf kleiner Flamme köcheln. Anschließend durch ein Sieb in die Teekanne abgießen. Noch den Saft einer Zitrone sowie einer Orange hinzugeben und mit Honig süßen.

Freitag, 20. Januar 2012

Teigtaschen einmal anders....

Heute scheint sie ja wieder ganz unschuldig, aber das sah gestern zwischendurch mal ganz, ganz anders aus: eben war noch alles okay und auf einmal kam’s runter – aber wie! Und das auch noch zusammen mit Blitz und Donner. Und da ich vornehmlich dabei war, mich beim Sprint zum nächsten Dach, ein wenig über meine nicht sonderlich wasserdichte Laptop-Tasche zu beugen, habe ich meinen Stoffbeutel mit einigen just erworbenen Backzutaten völlig außer Acht gelassen. Und was soll ich sagen: so kommt man auch zu Teig und spart sogar noch den Strom für den Mixer…. ;)


15th December - 'Tutti Frutti' by Little Richard from lewisnluke on Vimeo.

Donnerstag, 19. Januar 2012

Linguine mit Möchtegern-Pesto

©Sarah-Maria
Im Grunde ist es reine und unsägliche Faulheit kein richtiges Pesto herzustellen, aber ich nenn‘ es einfach mal Zubereitung à la minute: ;)

Ihr braucht (für 2 Personen):
200-300g Linguine (je nach Hunger)
Ein Topf Basilikum
3 Knoblauchzehen
3-4 EL Pinienkerne
Ca. 8-10 EL frisch geriebenen Parmesan
Salz, Olivenöl

Zuallererst setzt ihr einen Topf mit Wasser auf und salzt es. Nun reibt ihr schonmal den Parmesan und nehmt euch dann die Pinienkerne vor, indem ihr sie mithilfe eines Mörsers zu einem Mus verarbeitet. Wenn ihr keinen habt, könnt ihr das auch einfach in einer kleinen Schale mit der Rückseite eines Esslöffels erledigen.

Jetzt schnipselt ihr den Knoblauch klein und gebt ihn zu den Pinienkernen. Wenn das Wasser kocht, gebt ihr die Linguine hinein und rührt immer mal wieder um. Da sie dünner als Spaghetti sind, haben sie nur eine Garzeit von 7-9 Minuten – dies solltet ihr unbedingt beachten, wenn ihr labbrige Pasta vermeiden wollt! ;)

Während die Pasta gart, erntet ihr die Blätter von dem Basilikum-Pott und hackt sie nach dem Waschen und Abtropfen klein. Wenn die Linguine al dente ist, gießt ihr sie ab und gebt anschließend den Knoblauch und die Pinienkerne zusammen mit einem ordentlichen Schuss Olivenöl in eine große Pfanne und schwitzt alles kurz an. Dann gebt ihr die Pasta dazu und schließlich den Basilikum. Alles gut umrühren und wenn die Blätter anfangen zu zerfallen, hebt ihr den Parmesan unter. Dann noch mit Salz und eventuell etwas Olivenöl abschmecken und servieren.

Mittwoch, 18. Januar 2012

Anti-SOPA Blackout Day

Heute findet man nüschts auf den Seiten des englischsprachigen Wikipedia - nix außer einen Hinweis auf den Anti-SOPA Blackout Day. Und aus Protest sind auch einige deutsche Seiten und Blogs heute schwarz. Die Aktion soll einen Vorgeschmack darauf geben, was passieren könnte, wenn dieser Gesetzesentwurf namens SOPA in den USA verabschiedet wird. Denn dieser Entwurf, der sich gegen die Piraterie von Musik und Filmen im Internet wendet, geht in seiner Auslegung so weit, dass Seiten wie youtube sogar aus dem Index der Suchmaschinen fliegen könnten.

In der derzeitigen Gesetzeslage ist es so, dass wenn ein youtube-User beim Hochladen eines Clips gegen das Copyright verstößt, kann der Anbieter, also youtube, nicht haftbar gemacht werden, vorausgesetzt er nimmt den Clip nach einer Beanstandung vom Netz. Der SOPA Gesetzesentwurf würde vorsehen, dass sich dies drastisch ändern würde. Danach wäre es z.B. möglich, dass via Gerichtsbeschluss ein Verbot ausgesprochen würde, Geschäfte mit einer Website zu machen, die Inhalte bereitstellt, die gegen das Copyright verstoßen. Das würde sowohl Werbeanzeigen, als auch z.B. Paypal betreffen. Zudem könnte es in weiteren Schritten dazu führen, dass Suchmaschinen diese Seiten aus ihrem Index nehmen müssten oder die Zugangsberechtigung zu der Seite sogar komplett gesperrt wird. (Quelle: http://www.tagesschau.de/ausland/wikipedia170.html) 

Dies würde meines Erachtens das Internet um ein Vielfaches grauer und eintöniger machen, da Seiten, wie youtube oder Wikipedia, die davon leben, dass ihre User das Angebot (mit)gestalten, jedes Material vor Veröffentlichung genau prüfen müssten. Was in der praktischen Konsequenz ein derber Schlag gegen die Meinungsfreiheit wäre.

Welche Auswirkungen das auf Internetnutzer hier in Deutschland hätte, könnt ihr hier nachlesen.

Dienstag, 17. Januar 2012

Pasta mit Artischocken & Champignons in Salbei-Butter

Manchmal muss es eben schnell gehen, aber natürlich trotzdem schmecken. An solchen Tagen koche ich gern folgendes Rezept:

Ihr braucht (für 2 Personen):

Je nach Hunger ca. 200-300g Pasta
10-12 mittelgroße Champignons
1 Glas Artischocken – aber auf keinen Fall solche, die in Öl eingelegt sind (zum Thema Artischocken wurde hier ja schonmal diskutiert)
Eine Schalotte
1-2 Zehen Knoblauch
Etwa 100g Butter
Ca. 15 Blätter frischen Salbei
Etwas Parmesan
Salz, Pfeffer

Als erstes setzt ihr Wasser auf und salzt es, dann putzt ihr die Champignons und schneidet sie in Scheiben. Anschließend schnipselt ihr die Schalotte und den Knoblauch klein. Wenn das Wasser kocht, gebt ihr die Pasta in den Topf und rührt zwischendurch immer mal wieder um.

Dann ein Stückchen von der Butter in einer großen Pfanne zerlassen, Pilze, Knobi und die Schalotte dazugeben. Salzen und pfeffern. Den Herd etwas herunter drehen und auf eher kleiner Flamme garen. Nun gebt ihr die Salbei-Blätter hinzu (natürlich vorher abwaschen) und lasst die Artischocken gut abtropfen. Dann schneidet ihr sie klein. Kurz bevor die Pasta fertig ist, gebt ihr die Artischocken zusammen mit dem Rest der Butter in die Pilz-Pfanne.

Nachdem ihr die Pasta abgegossen habt, gebt ihr sie noch kurz mit in die Pfanne und schmeckt alles nochmal mit Salz und Pfeffer ab. Dann anrichten und etwas frisch geriebenen Parmesan drüber geben. Fertig! :)

P.S.: ich persönlich esse die Salbei-Blätter nie mit und sammel sie beim Essen immer raus - wenn ihr das aber anders seht, könnt ihr die Blätter auch grob hacken, damit sie sich besser in das Essen einfügen. ;)


Montag, 16. Januar 2012

Es gibt wieder Saft!

Heute Morgen gab’s weder Internet noch Radio – und was wesentlich dramatischer war: keine Dusche (Durchlauferhitzer) und kein Kaffe. Denn das ganze Viertel war ohne Strom. Da half auch kein drehen und rütteln an den alten Keramiksicherungen. Schließlich musste ich es einsehen und habe leicht kratzbürstig das Haus verlassen. Doch der Schock saß tief, als ich feststellen musste, dass die über Nacht offenbar die komplette Stadt - quasi nur um mich zu ärgern - mit Kaffeewerbung zugekleistert haben. Krönung des Ganzen war eine Straßenbahn, die über ihre komplette Länge mit Kaffeekreationen dekoriert war und den Schriftzug „Kaffeefahrt auf ganzer Linie“ trug. Das war schon echt eine Grausamkeit der Extraklasse – vor allem, weil ich die Bahn, trotz Sprint, nicht erreicht habe….

Aber jetzt gibt es ihn wieder! Und dazu kann ich nur eins sagen ;)



Sonntag, 15. Januar 2012

Schön-Wetter-Front

©Sarah-Maria
Da ja heute fast überall in Deutschland die Sonne scheint, mag es den einen oder anderen geben, der sich eine versalzene Suppe oder verbranntes Toast reinquält, nur um den Teller ratzeputz zurückzulassen und die Wetterfront nicht negativ zu beeinflussen. Doch ihr könnt aufatmen, denn der vermeintliche Zusammenhang ist auf einen Übersetzungsfehler zurückzuführen. Eigentlich heißt es „Un wenn du allens opeeten dost, dann gifft et morgen wat goods wedder“ (= Wenn du alles aufisst, dann gibt es morgen wieder was Gutes.) Sprich, wenn der Teller leer ist, gibt’s am nächsten Tag keine Reste zum Aufwärmen und es wird wieder was Frisches Leckeres gekocht.


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Freitag, 13. Januar 2012

Parmesan-Lauch-Kuchen

©Sarah-Maria
Als ich neulich im Blog „Wo geht’s zum Gemüseregal“ vom vegetarischen Wintergemüse-Blogevent las, wollte ich sofort mitmachen und dachte mir, ich versuche mal euch mit einem Parmesan-Lauch-Kuchen zu beeindrucken. :D

Ihr braucht:

Eine Tarteform mit 24 cm Durchmesser

Für den Teig:
200g Mehl
½ TL Pfeffer
Salz
130g frisch geriebenen Parmesan
100g kalte Butter sowie ein bisschen Butter für die Form
1 EL Semmelbrösel für die Form

Für die Füllung:
Eine mittelgroße bis große Stange Lauch
Eine rote Peperoni
1-2 Zehen Knoblauch
3 Eier
200g Crème fraiche
Ein paar Pinienkerne
ein wenig frisch geriebenen Muskat
Salz, Pfeffer


Zunächst müsst ihr das Mehl mit Salz, Pfeffer und 30g von dem Parmesan vermischen. Die Butter schneidet ihr dann in Stückchen und gebt sie dazu. Und nun heißt es ordentlich kneten und das geht am besten auf die altmodische Art mit der Hand. Dabei gebt ihr noch 3-5 EL kaltes Wasser hinzu. Wenn alles gut durchgeknetet ist, formt ihr aus dem Teig eine Kugel, die ihr dann flach drückt und in Folie wickelt. Den Teig stellt ihr dann mindestens eine halbe Stunde kalt.

Nun schneidet ihr den Lauch und den Knoblauch klein und schwitzt ihn in einer Pfanne mit etwas Olivenöl und Salz an. Anschließend lasst ihr den Lauch etwas abkühlen und röstet die Pinienkerne leicht an. Je nachdem, wie schnell euer Backofen ist, solltet ihr ihn auf 200 °C vorheizen (bei Umluft 180 °C).

Nun wird die Form eingefettet und mit den Semmelbröseln ausgestreut. Dann rollt ihr den Teig (zwischen der Folie, dann klebt es nicht) dünn aus und kleidet damit die Form aus. Dabei müsst ihr außerdem daran denken einen Rand hochzuziehen und den Boden mit einer Gabel einzustechen. Dann packt ihr das gute Stück für ca. 10 Minuten in den Backofen. Anschließend dreht ihr den Ofen um etwa 10° runter.

Während der Teig im Ofen ist macht ihr euch an die Füllung: die Eier werden mit der Crème fraiche verrührt. Dann kommen Salz, Pfeffer, Muskat und die kleingehackte Peperoni dazu sowie der noch übrige Parmesan. Anschießend der Lauch und die Pinienkerne Alles schön vermengen und mit Salz abschmecken. Schließlich gießt ihr alles vorsichtig auf den Teig in die Form und backt den Kuchen etwa 35-40 Minuten, bis er goldbraun ist.


.....und zum Wintergemüse serviere ich euch eine Portion Sommer:

Donnerstag, 12. Januar 2012

Karotten-Ingwer Suppe

Ich dachte mir bei dem Wind-und-Regen-Wetter ist eine schöne heiße Karotten-Ingwer-Suppe genau das Richtige und habe losgelegt:

Zutaten (für 2 Personen als Vorspeise):

2 große Karotten
1 Schalotte
1-2 Zehen Knoblauch
Ein ca. 2cm großes Stück Ingwer
Einige Blätter frische Petersilie
Einen gut gemeinten Esslöffel Schmand
Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer und etwas Olivenöl

Die Schalotte und den Knoblauch klein schneiden und in einem Topf mit etwas Olivenöl leicht anschwitzen, dann den geschälten und klein geschnitten Ingwer sowie die in Scheiben geschnitten Karotten dazu geben. Alles mit Gemüsebrühe übergießen und das Gemüse auf kleiner Flamme gar köcheln.

Die Gemüsebrühe habe ich übrigens nicht selber gemacht – dazu fehlte mir die Zeit. Aber ich kann als, meiner Meinung nach einzige geschmacklich gute, Fertig-Brühe diese hier empfehlen.

Anschließend das Ganze mit dem Pürierstab bearbeiten, erneut kurz aufkochen lassen, den Schmand und die klein gehackte Petersilie dazu geben, nochmals kurz durchpürieren, eventuell mit Salz und Pfeffer abschmecken und zusammen mit einer ordentlichen Portion Gemütlichkeit servieren:

Mittwoch, 11. Januar 2012

Brezelzeit

Was tun, wenn ein schnelles Mittagessen her muss? Richtig! Man nehme den Topf selbstgemachte Kräuterbutter aus dem Kühlschrank und besorgt sich eine frische Brezel. Dazu noch einen leck’ren Salat und der Nachmittag kann kommen! :D

Die Kräuterbutter habe ich übrigens so gemacht:

Ein Päckchen Butter in kleine Stücke schneiden, in eine Schüssel geben und weich werden lassen. Währenddessen eine kleine Knoblauchzehe richtig, richtig klein hacken sowie – je nach Geschmack – eine halbe bis eine rote Peperoni klein schnipseln. Dann noch Basilikum, Petersilie und ein wenig frischen Thymian klein kriegen. Alles zur Butter geben. Und zu guter Letzt noch Salz und einen Schuss Oliven- und, für’s gute Vegetarier-Gewissen, Leinöl dazugeben. Dann alles mit einer Gabel ineinanderstampfen. Fertig! :D

Montag, 9. Januar 2012

Mini-Topfkuchen gesucht

©Sarah-Maria
Sonst bin ich ja oftmals durchaus penibel in Sachen Link-Merken, aber irgendwie hab ich’s in Sachen Mini-Küchlein verpennt. Ich hab sie noch dunkel in Erinnerung diese kleinen Kuchen, die die Form eines ausgewachsenen Topfkuchens haben – so richtig mit Rillen am Rand und Loch in der Mitte. Doch das Ganze halt nur in Mini.

Wisst ihr vielleicht, wo ich diese Förmchen herbekomme? Denn ich würde gerne eine Ladung Minis für einen Geburtstag backen. Denn auch wenn wir mittlerweile im Zeitalter der Speisekarten mit Kinderportionen leben, weiß ich noch genau, wie es damals als Mini-Mensch war: nix hat gepasst: weder der Autositz noch der Küchenstuhl - überall musste mit Kindersitzen Abhilfe geschaffen werden. Und ein richtiges Highlight war es, als ich ohne Hocker Zähneputzen konnte. Daher ist und bleibt es für Kinder wohl etwas Großartiges, wenn es mal etwas in ihrer Größe gibt..... ;)

Freitag, 6. Januar 2012

Die kaiserliche Tafel

©Sarah-Maria
Im 20. Jahrhundert war Alfred Walterspiel in Sachen Spitzenkoch die unbestrittene No. 1 in Deutschland. Mit nur 28 Jahren wurde er zum Küchenchef des Hamburger Atlantik-Hotels und bereits ein Jahr später blätterte er 140 000 Mark für das damals im Berliner Adlon integrierte Hiller-Restaurant hin. Seinen Siegeszug setzte er mit 45 Jahren schließlich im Münchener Vier Jahreszeiten fort.

Während des Ersten Weltkrieges war das Essen jedoch knapp. Viele hungerten - und nicht wenige verhungerten. Und auch wenn die Türen des Adlons für die oberen zehntausend weiterhin offen standen, klingelte die Kasse der Restaurantküche weitaus leiser als in Friedenszeiten. Doch Walterspiel konnte sich immer dann auf einen durchaus lukrativen Abend freuen, wenn ein Diner am kaiserlichen Hof stattfand. Denn Kaiser Wilhelm II. bestand darauf, das Essen innerhalb einer Stunde und rucki-zucki abzuschließen. Er plauderte lieber als zu essen, so dass seine Gäste nicht selten hungrig die Tafel verlassen mussten - und zu Walterspiels dankbaren Gästen wurden.

Quellen:
Siebeck, W.: Die Deutschen und ihre Küche: Mit 50 Rezepten. Berlin: Rowohlt, 2007.



Und nun noch Werbung in eigener Sache: diesen Text und viele weitere Anekdoten, Märchen, Zitate und Kuriositäten könnt ihr auch in der iPhone App "Stadtgeflüster" lesen.

Donnerstag, 5. Januar 2012

Deko-Fieber



Kurz vor Weihnachten gab es im Haus meiner Eltern einen riesen Knall und alle sind wie die Wiesel losgerannt, um nach der Ursache zu suchen. Und wer suchet, der findet schließlich -  den Terrassentisch – ohne Tischplatte. Denn diese ist – warum auch immer, das wissen wir bis heute nicht – spontan in 1000ende von kleinen Glassteinchen zerfallen. Und so hatten wir doch noch ein wenig weiße Weihnacht. Und vor allem jede Menge neues Deko-Material: siehe Foto. ;)

Montag, 2. Januar 2012

Vielen lieben Dank, ....

©Sarah-Maria

.... für eure Tipps - der Grünkohl war sehr lecker! Nur leider haben wir doch etwas übertrieben und viel zu viel gekocht. Hüstel..... Na ja: ich hoffe, ich geh' euch nicht auf den Keks, aber wenn ihr ein paar Ideen habt, was wir morgen damit anstellen könnten, wäre ich euch sehr dankbar.... :)

Wie würzt ihr euren Grünkohl?

©Sarah-Maria

Heute Abend gibt es Grünkohl! Ein großer Sack mit dem Zeug liegt schon in der Küche und wartet darauf im Topf kleingekocht zu werden. Und damit das Ganze ein kulinarisches Highlight im frisch begonnenen Jahr 2012 wird, dachte ich mir, ich frag mal in die Runde, wie ihr euren Grünkohl am liebsten und im vegetarischen Gewand mögt? :D
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