Samstag, 31. Dezember 2011

Guten Rutsch!

Sonntag, 25. Dezember 2011

Ein probates Mittelchen

©Sarah-Maria
Am 25. Februar 1891 stellt Professor Oskar Liebreich der Medizinischen Gesellschaft Berlin seine Erkenntnisse über Cantharidin als ein neues Mittel gegen Tuberkulose vor. Der aus „Spanischen Fliegen“ gewonnene Stoff sollte zur Behandlung unter die Haut gespritzt werden.

Bereits in der Antike war Cantharidin eine durchaus bekannte Arznei – wurde jedoch in erster Linie als recht wirksames Aphrodisiakum eingesetzt. Schon die Zukünftige des Kaisers Nero soll das Mittelchen in das Essen der damaligen (noch) Kaiserfamilie gemischt haben, um mal ein bisschen Stimmung in die Bude zu bringen – und vor allem, um die Herrschaften anschließend mit diversen Ausrutschern in der Hand zu haben.
Auch während Napoleons Ägyptenfeldzügen sorgte Cantharidin für einige Verwirrungen. Denn seine Soldaten haben unterwegs, zwecks Ernährung, wie üblich Frösche gefangen. Dumm nur, dass sich die Exemplare im Nil zu einem nicht unerheblichen Teil von Spanischen Fliegen ernährten. Den Fröschen konnte das Gift zwar nix anhaben – den Soldaten aber durchaus. Und so hatte das französische Heer, nebst Feind auf dem Schlachtfeld, äußerst schmerzvolle Dauererektionen zu bekämpfen.

An dieser Stelle sei jedoch darauf hingewiesen, dass oben genannte Wirkweise der eher harmlose Teil der Arznei ist, denn bei Überdosierung kann es durchaus und nicht selten vom Kreislaufkollaps über Lebervergiftung und Nierenversagen bis hin zum Tod gehen. Daher wurde es auch gerne mal für den einen oder anderen Giftmord verwendet.....



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Dienstag, 20. Dezember 2011

Zeigt her eure Alltagsrezepte


©Sarah-Maria
Ihr wisst es vermutlich selbst, aber immer aufwendig kochen geht nicht und mit der Zeit schleichen sich diverse Rezepte ein, die man immer und immer wieder kocht. Und irgendwann – es ist wie mit der eigenen CD-Sammlung – bekommt man einen Rappel und es muss was Neues her! …. An dem Punkt bin ich grad‘

….also, bitte bitte zeigt mir eure Every-Day-Rezepte! Die vegetarischen – wenn ich an dieser Stelle noch dreist Sonderwünsche anmelden darf. Denn ich bin seit meiner Geburt Vegetarierin und habe nicht vor daran etwas zu ändern.

Vielen lieben Dank – schonmal im Voraus!

Freitag, 16. Dezember 2011

Olivenkuchen No. II

©Sarah-Maria
Weil’s letzten Freitag so schön war und ich heute Nachmittag bis Abend Besuch bekommen habe – hab‘ ich noch eine andere Olivenkuchen-Variante ausprobiert:

Ihr braucht:
Eine Kuchen-Kastenform
150g Mehl
1 Päckchen Backpulver
3 Eier
100 ml leicht angewärmte Milch
140g frisch geriebener Parmesan
60-70g schwarze Oliven ohne Stein
Eine rote Chili
1-2 Zehen Knoblauch
1 EL Crème fraiche
Einige Zweige Thymian und einen Zweig Rosmarin
Olivenöl
Salz

Zunächst verquirlt ihr das Mehl mit dem Backpulver, den Eiern und der Milch. Anschließend gebt ihr den Parmesan und die Crème fraiche hinzu. Dann werden die in Ringe geschnittenen Oliven, der klein geschnipselte Knoblauch, die entkernte und gehakte Chili sowie die abgezupften und gehackten Kräutern untergehoben. Zum Schluss mit ein-zwei ordentlichen Schüssen Olivenöl und Salz abschmecken.

Die Masse gebt ihr in die mit Olivenöl gut eingefettete oder mit Backpapier ausgelegte Form und backt den Olivenkuchen ca. 45-50 Minuten bei etwas weniger als 180 °C goldbraun.

Dazu gab’s Salat und zum Nachtisch einen Fruchtteller sowie eine Tafel allerfeinste Schoki, die ich neulich geschenkt bekommen habe. Es war lecker, jedoch lautet mein Geschmacksfazit: der letzte Olivenkuchen hat mir definitiv besser geschmeckt.

©Sarah-Maria
Und P.S.: der Kuchen sah recht angeknickt aus, weil meine Kuchenform seit einer S-Bahn-Fahrt in Hannover eine dicke Delle hat: ich war mit samt Kuchen auf dem Weg zu einem Geburtstag und an meiner Haltestelle hatte ich die Tüte mit der Kuchenform so blöd runterbaumeln lassen, dass sie von der sich öffnenden Tür zerdrückt wurde…. Tja ja. Wobei wir wieder beim Thema meines Blogs wären. ;)

Ein Olivenkuchen zum Wochenende

©Sarah-Mari
Sonst schnorre ich ja immer Rezepte und Tipps von euren Blogs, aber heute habe ich auch mal was Leck’res für euch: einen Olivenkuchen, den wir letzten Freitag gebacken haben und der so schnell und so ratzeputz weg war, dass ich leider vergessen habe ein Foto zu machen. ;) Aber glaubt mir: er schmeckt nicht nur lecker, sondern sieht auch gut aus! :D

Ihr braucht:

Eine Tarteform mit 24 cm Durchmesser

Für den Teig:
200g Mehl
½ TL Pfeffer
Salz
1 ½ TL Rosmarinpulver
130g frisch geriebenen Parmesan
100g kalte Butter sowie ein bisschen Butter für die Form
1 EL Semmelbrösel für die Form

Für die Füllung:
60g schwarze Oliven (ohne Stein)
½ Bund frischen Thymian
3 Eier
200g Crème fraiche
ein wenig frisch geriebenen Muskat
Salz, Pfeffer

©Sarah-Maria
Zunächst müsst ihr das Mehl mit Salz, Pfeffer, Rosmarin und 30g von dem Parmesan vermischen. Die Butter schneidet ihr dann in Stückchen und gebt sie dazu. Und nun heißt es ordentlich kneten. Dabei gebt ihr noch 2-3 EL kaltes Wasser hinzu. Wenn alles gut durchgeknetet ist, formt ihr aus dem Teig eine Kugel, die ihr dann flach drückt und in Folie wickelt. Den Teig stellt ihr dann mindestens eine halbe Stunde kalt.

Anschließend heizt ihr den Backofen auf 200 °C vor (bei Umluft 180 °C). Nun wird die Form eingefettet und mit den Semmelbröseln ausgestreut. Dann rollt ihr den Teig zwischen der Folie dünn aus – wenn’s denn klappt. ;)  Bei uns ist der ziemlich auseinandergebrochen und wir mussten beim anschließenden Auskleiden der Form mit dem Teig etwas puzzeln. Aber das hat dem Geschmack keinen Abbruch getan. Beim Auskleiden müsst ihr außerdem daran denken einen Rand hochzuziehen und den Boden mit einer Gabel einzustechen. Dann packt ihr das gute Stück für ca. 10 Minuten in den Backofen.

Währenddessen macht ihr euch an die Füllung: die Eier werden mit der Crème fraiche verrührt. Dann kommen Salz, Pfeffer und Muskat dazu sowie der noch übrige Parmesan. Alles schön vermengen und den Backofen etwas herunterdrehen (180 °C bzw. bei Umluft 160 °C).

Nun schneidet ihr die Oliven in Ringe, zupft die Thymianblätter vom Stengel und hackt diese ggf. klein. Als nächstes bestreut ihr den Teigboden mit den Oliven und etwa der Hälfte es Thymians. Die andere Hälfte des Thymians mischt ihr in die Füllung. Dann gießt ihr diese vorsichtig in die Form und backt den Kuchen etwa 15-20 Minuten, bis er goldbraun ist.

Dazu dann noch einen leckeren Salat und das Wochenende kann kommen! :)

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Mein Wein ist da! :)

Yippie!! :D Ich muss mal eben meiner Freude Luft machen: da komme ich grad aus Hamburg nach Hause und im Hausflur vor meiner Tür steht ein Päckchen! Und, ohne es zu öffnen, wusste ich natürlich sofort, was es ist: meine Weinlieferung! :D

Normalerweise bestelle ich eher nicht im Internet Wein, es sei denn mit anderen zusammen, weil sich für die Mengen, die ich bestelle meist das Porto echt nicht lohnt. Aber vor einigen Tagen habe ich da eine Ausnahme gemacht. Denn ich habe kürzlich einen Wein geschenkt bekommen, der mir nicht mehr aus dem Kopf gehen wollte: Iporos, Reserva, Sonsierra (2006). Und da musste einfach Nachschub her! :D Na ja. Hüstel – und gleich morgen besorg ich mir dann ein paar extra Arbeits-Schichten…. Aber irgendwas ist ja schließlich immer.

Jedenfalls können die Feiertage jetzt kommen! :D 

Wie ich die guten Stücke allerdings von hier zur allgemeinen Weihnachtsfeierei transportieren werde, weiß ich noch nicht. Ich vermute es wird ein ähnliches geächzte, wie in dem Jahr, als ich Fliesen verschenkt habe und ich auf die ausufernd ausrufende Frage eines netten Mannes, der mir dabei geholfen hat meine zwei Koffer in den Zug zu hieven: „Was hast du denn da drin?!! STEINE??!!“ – mit „Ja“ antworten musste.

Aber wie gesagt: irgendwas ist ja immer. ;)

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Der Kartoffelbefehl

©Sarah-Maria
Anstelle der heutigen Bildergalerie im Park Sanssouci stand bis 1755 ein Gewächshaus. Dort wurden jede Menge Früchte von einheimisch bis exotisch gezüchtet. Besonders viel Wert legte Friedrich II. darauf, dass er das ganze Jahr über Kirschen ernten konnte. Diesen Luxus ließ er sich, auch nach dem von ihm veranlassten Abriss des alten Gewächshauses, sogar summa summarum etwa zwei Taler pro Kirsche kosten.

Neben Kirschen hatte Friedrich II. eine außerordentliche Vorliebe für Pfeffer. Selbst regelmäßige Warnungen seitens seines Leibarztes, er solle sich in Sachen Schärfe etwas zurückhalten, hinderten ihn nicht daran das gute Zeug weiter in sich hineinzuschaufeln. Und wenn dem König eine Mahlzeit ganz besonders mundete, stimmte sie ihn mitunter auch poetisch und entlockte ihm die eine oder andere Lobeshymne auf seinen Koch: „Was kochen kann in allen Küchen, der alten und der neuen Welt, der muss vor Ihnen sich verkriechen, Sie sind ein großer Küchenheld.“

Doch seine Leidenschaft für’s Kulinarische bescherte ihm zunehmend Bauchschmerzen. Denn während bei Hof die Vielfalt der Speisen wuchs, litt die Bevölkerung unter den schlechten Getreideernten, den harten Wintern und nicht zuletzt unter den ewigen Kriegen des Königs. „Eine Zitrone, die an diesem Hofe mehr gegessen wird verursacht hier schon eine Budgetstörung über mehrere Monate hinaus“, meckerte der Kammerherr Graf von Lehndorf über den nunmehr veranlassten Speisekarten-Sparkurs des Königs.

Zur Lösung des Hungers setzt Friedrich II. schließlich auf die Kartoffel – bis dato war sie in Deutschland eher als Zierpflanze bekannt und galt mitunter, aufgrund ihrer giftigen Blüten, als Hexenpflanze. Schon sein Vater Friedrich Wilhelm I. hatte vergeblich versucht den Bauern das gute Stück schmackhaft zu machen und ihnen zu guter Letzt sogar gedroht ihnen Ohren und Nase abzuschneiden, wenn sie sie nicht anbauten. Doch vergeblich: was der Bauer nicht kennt, das frisst er eben nicht.

Der Sohnemann zeigte sich ähnlich ungeduldig mit den auf ihre Getreidesuppen-Matschepampe bestehenden Bauern und verdonnert sie am 24. März 1756 mit seinem „Kartoffelbefehl“ zum Anbau der Knolle. Bei Zuwiderhandlung drohten saftige Geldstrafen. Doch trotzdem lief das Unternehmen Kartoffel zunächst eher mäßig an. Angeblich soll der König sogar Soldaten an den Feldern positioniert haben, um die Bauern daran zu hindern die eingesäten Kartoffeln wieder auszubuddeln. „Die Dinger riechen nicht und schmecken nicht und nicht einmal die Hunde mögen sie fressen“, resümierte Joachim Nettelbeck nach einer Kartoffelvorführung in Kolberg.

Quellen:
Siebeck, W.: Die Deutschen und ihre Küche: Mit 50 Rezepten. Berlin: Rowohlt, 2007.
WDR: Vor 250 Jahren: König Friedrich II. befiehlt den Kartoffelanbau. http://www.wdr.de/themen/kultur/stichtag/2006/03/24.jhtml (abgerufen am 15. Juni 2011).
ZDF History – Wilhelm II. Der letzte deutsche Kaiser. Guido Knopp, 2006.



 
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Sonntag, 11. Dezember 2011

Artischocken Kaufrausch....

©Sarah-Maria
Ich und Artischocken – eine untrennbare Liebe seitdem ich sie mit zwölf zum ersten Mal in Form von Antipasta in Italien gegessen habe. Seitdem fahre ich auf die Teile ab, wie nix. Ich schnipsel sie in den Salat, packe sie auf Pizza, in die Lasagne, in die Gemüsepfanne usw. usw. – und ja, ich esse sie auch gerne einfach mal nur so, abends vor dem Fernseher. Und das auch gerne in rauen Mengen. :D

Doch leider geht diese Leidenschaft durchaus ins Geld, denn Artischocken sind ja leider nicht gerade günstig und gute erst recht nicht. Es gibt zwar im Aldi, Lidl, Penny und Co. meist welche, die in Öl und Kräutern eingelegt sind, aber die finde ich in der Regel ungenießbar: das Öl ist eine Zumutung und die Kräutermischung verstehen meine Geschmacksknospen regelmäßig als Kriegserklärung. Welche, die einfach nur ungekräutert und –geölt in Dose oder Glas verkauft werden, habe ich bei den Billigdiscountern bisher noch nicht gesehen. Daher kaufe ich im Moment für alles, was gekocht wird die vom REWE für 1,79 EUR. Doch für den Salat und zum Naschen finde ich die nicht lecker genug….. Habt ihr da gute Preis/Leistungs-Tipps? Oder vielleicht sogar DEN ultimativen Geheimtipp schlechthin? Denn auf den bin ich natürlich ganz besonders scharf! :D

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Mir stinkt's - und zwar gewaltig! ;)

©Sarah-Maria
Kennt ihr das? Ihr schnipselt nur eine kleine Zehe Knoblauch ins Essen und trotzdem schmeckt es hinterher so, als wenn ihr damit auf Vampirjagd gehen wollt. Und zu allem Überfluss ist der Knoblauch nicht nur fürchterlich dominant, sondern auch noch bitter....

In diesem Fall kann man nach meiner Erfahrung gleich die ganze Knolle in den Müll werfen. Aber woher kommt das? Und vor allem: wie erkenne ich beim Einkaufen im Supermarkt, welcher Knoblauch Topp oder Flop ist? Habt ihr da Strategien?

Montag, 5. Dezember 2011

Kabelsalat

©Sarah-Maria
Ich bin ja immer ganz groß dabei beim REWE-Treupunkte Sammeln und habe mir heute mithilfe meiner vollen Sammelkarte einen neuen Wasserkocher zugelegt - da sich mein alter kürzlich verabschiedet hat. So weit so gut…..

Aber nun habe ich das gute Stück soeben ausgepackt und: Tada + Trommelwirbel: das Kabel ist zu kurz…. Ähm: Mist!

Hätt‘ ich mir aber eigentlich auch echt mal denken können, denn immerhin ist das Steckdosen-Problem in meiner süßen, über alles geliebten 35 qm Altbauwohnung :D nix Neues: meine Zahnbürstenladestation steht z.B. auf meinem Aktenordner-Uni-Krams-Regal – nur um mal ein eindrucksvolles Beispiel zu nennen.

Blöd! Jetzt muss ich morgen erstmal los eine Verlängerung kaufen, bevor ich mein neues Küchenschätzchen einweihen kann.

Sonntag, 4. Dezember 2011

Isch habe HUNGER!!!!!

©Sarah-Maria
Es ist jetzt kurz nach halb zwölf und ich bin soeben aus drei Bäckereien mit leeren Händen wieder nach Hause gekommen: keine Brötchen mehr weit und breit!!!! Aaaarg! Statt dessen gab es einen Haufen Blicke zwischen Mitleid und Verachtung rund um das Themengebiet „Langschläfer“ zu ernten. Aber hey, ich war gestern eben erst um Mitternacht aus Hannover zurück, dann habe ich noch telefoniert, dann ein paar Emails beantwortet, dann ein bisserl im Internet gedaddelt, dann angefangen meinen neuen Artikel für das Opernblog zu schreiben und schwubs war’s auch schon zwei – öhm – na gut: drei. Hüstel..... Aber ist das ein Grund gleich so abgestraft zu werden?! :(

Freitag, 2. Dezember 2011

Besser essen

©Sarah-Maria
1450 hatten die Hamburger Dienstboten ihren Speiseplan satt und streikten. Zweimal die Woche Lachs essen zu müssen empfanden sie als absolute Zumutung und verlangten nach mehr Abwechslung auf ihren Tellern.

Denn Lachs gab es damals in Hamburg im Überfluss und er wurde daher gerne an die Geringverdiener „verramscht“.

P.S.: Ich als Vegetarierin kann ihren Ärger verstehen! :D



©Sarah-Maria

Und nun noch Werbung in eigener Sache: diesen Text und viele weitere Anekdoten, Märchen, Zitate und Kuriositäten könnt ihr auch in der iPhone App "Stadtgeflüster" lesen.
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